Interaktive rollenbasierte Gestaltung von Arbeitsprozessen

Christian Stary
Universität Linz
Christian.Stary@jku.at

Albert Fleischmann
Metasonic
Albert.Fleischmann@Metasonic.de

ANMELDUNG: Bitte melden Sie sich bei Chistian Stary (christian.stary@jku.at) an.

*** Das Tutorium entfällt *** Das Tutorium entfällt *** Das Tutorium entfällt ***

Leider muss das Tutorium entfallen. Die Unterlagen zum Tutorial finden sich in:
Albert Fleischmann, Werner Schmidt, Christian Stary, Stefan Obermeier, Egon Börger:
Subjektorientiertes Prozessmanagement. Mitarbeiter einbinden, Motivation
und Prozessakzeptanz steigern, Hanser, München 2011

sowie in der e-learning Plattform

http://nymphaea.ce.jku.at/nymphaea/ (login i2pm/i2pm)
erreichbar auch über die i2pm-Seite
http://www.i2pm.net/en_GB/web/guest/s-bpm.edu.

Für weitere Fragen stehen Alber Fleischmann unter
albert.fleischmann@metasonic.de und Christian Stary unter
christian.stary@jku.at zur Verfügung.

Die ursprüngliche Tutoriumsbeschreibung finden Sie im Folgenden:

Zielsetzung

Das vorgeschlagene Tutorial soll Arbeitshandelnden sowie Verantwortlichen zeigen, in wel-cher Form sie ohne Vorkenntnisse der Geschäftsprozessmodellierung aus der Sicht ihrer Rolle interaktiv organisationale Abläufe gestalten und ausführen können. Das Tutorial dient der Vermittlung einer innovativen Methode des Geschäftsprozessmanagements (GPMs) und entsprechender Werkzeug-Unterstützung, welche die Spezifikation von Abläufen auf Basis der Kommunikation zwischen Arbeitshandlenden, und deren automatisierte Ausführung ermöglicht.

Um die Bandbreite von Veränderungs- und organisationalen Lernaktivitäten abzudecken, soll der inhaltliche Bogen von der Explizierung relevanter Gestaltungsinformation in natürlicher Sprache über die Repräsentation von Interaktionsbeziehungen durch Nutzung der e-mail Metapher zu dessen Ausführbarkeit ohne jegliche Transformation mit einer subjektorientierten GPM-Suite gespannt werden.

Anhand von Praxisbeispielen sowie von auf die Arbeitsbezüge der TeilnehmerInnen abgestimmte Aufgaben sollen die TeilnehmerInnen primär zur

  • Explizierung von kontextsensitiver Geschäftsprozessinformation gemäß dem Verständnis ihrer eigenen Rolle in Organisationen
  • Strukturierung von Kommunikation zur Aufgabenerfüllung
  • Reflexion erfahrbarer Abläufe aus individueller Rollenperspektive

befähigt werden. Sie lernen, konstruktiv organisationale Veränderungsprozesse (mit) zu gestalten sowie GPM-Vorhaben zu konzipieren. Im Rahmen der Vermittlung wird handlungsorientiert auf Basis einschlägiger Konzepte vorgegangen.

Zielgruppen

Das vorgeschlagene Tutorial richtet sich an

  • Stakeholder aus Organisationen bzw. Netzen von Organisationen
  • (lebensbegleitend) Lernende
  • OrganisationsentwicklerInnen
  • GeschäftsprozessmangerInnen
  • UnternehmensberaterInnen
  • ForscherInnen
  • EntwicklerInnen von BPM-Werkzeugen bzw. -Plattformen
  • Coaches und MentoInnren

Motivation

Der Erfolg von Organisationen basiert heute vielfach auf der flexiblen Gestaltung von Geschäftsprozessen. Geschäftsprozesse begleiten Organisationen bei Veränderungen in strukturierter Form. Die Anforderungen an die flexible Gestaltung von Geschäftsprozessen resultieren dabei neben der Globalisierung und Vernetzung von Organisationen aus der Stakeholder-Orientierung.

In der konkreten Verbindung mit dem Geschäft und seinen Prioritäten findet sich auch das größte Risiko für GPM heute: Die Trivialisierung des Umgangs mit Prozessen. Es ist natürlich anspruchsvoll, sich gleichzeitig mit dem Geschäftsmodell des Unternehmens, den Abläufen, den Planungs- und Steuerungssystemen, den Verhaltensregeln, der Informationstechnik und den Personalbelangen zu befassen. Nicht selten wird versucht, durch die Betätigung der am wenigsten kritischen dieser Schrauben das Thema Prozesse anzugehen; eine Fokussierung auf die Abläufe ist häufig der in der Praxis gewählte Ansatz zu dem Preis, dass die Ergebnisse dürftig und die Akzeptanz für BPM und die damit befassten Personen dürftig sind.

Dies bedeutet, dass Prozessmodelle Akteuren ermöglichen sollen, ihre Aufgaben bzw. Orga-nisation zu verstehen. Dies setzt eine akteurspezifische Perspektive auf Prozesse voraus – Prozessmodellierung stellt dann eine methodische Unterstützung zur individuellen Verständnisbildung dar. Die kohärente Verfeinerung von Prozessen zur automatisierten Verarbeitung (z.B. Ausführung) erlaubt neben der flexiblen Gestaltung direkte Erfahrbarkeit und kollektive Reflexion.

Organisation

Das Tutorial erstreckt sich über zwei Halbtage. Die Organisation orientiert sich an den aufeinander abgestimmten Vorbereitungsphasen zu subjektorientiertem GPM:

  • Erwartungserhebung – Zur Rolle der natürlichen Sprache
  • Explizierung von Geschäftsprozesswissen
  • Kommunikationsbasierte Repräsentation
  • Gestaltung von individualisierbaren Aufgabenabläufen
  • Direkte Erfahrbarkeit und Abstimmung von Geschäftsprozessen

Zu diesen Themen wird nach einer globalen Einführung zu Beginn des Tutorials jeweils ein interaktiver (d.h. mit Nachdenkspielen angereicherter) Impulsvortrag mit Praxisbeispielen und –reflexion gehalten. An jeden Vortrag schließt ein Handlungsteil zur vorgestellten Methode bzw. Technologie an. Abschließende Plenarrunden dienen der gemeinsamen Reflexion und Verständnisbildung.

Unterlagen

Die jeweiligen Impulsreferate werden den TeilnehmerInnen in Form des jeweiligen Folien-satzes vorab elektronisch und auf Papier als Tischvorlage zur Verfügung stehen.

Entstehende Materialien sollen zusammengefasst am Ende der Tagung vorliegen und via I2PM-site (www.i2pm.net) allen Interessierten zugänglich sein.

Relevante Referenzen

Buchwald, H.; Fleischmann, A., Seese, D.; Stary, Ch.: S-BPM-ONE 2009: Subject-oriented BPM: Setting the Stage, Springer, Berlin, 2009.

Fischer, H., Fleischmann, A. und Obermeier, S.: Geschäftsprozesse realisieren, Vieweg, Wiesbaden 2006.

Fleischmann, A., Stary, Ch.: Whom to Talk to? Towards Stakeholder-oriented BPM, accepted for publication in: Universal Access in the Information Society UAIS, Springer, 2011.

Fleischmann, A., Obermeier, F., Schmidt, W., Stary, Ch., Börger, E.: BPM 2.0 – Subjektorientiertes Geschäftsprozessmanagement, Hanser, München, 2011, im Erscheinen.

Schmidt W., Fleischmann A., Gilbert O.: Subjektorientiertes Geschäftsprozessmanagement, in: HMD Praxis der Wirtschaftsinformatik, Heft 266, S. 52-62, 2009.

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